Die vorliegende Veröffentlichung betrifft die Verwendung von Mehrschicht-Verbundfolien auf Basis von Polyvinylalkoholen als Verpackungsmaterial für oxidationsempfindliche Polymere. Weiterhin beschrieben sind Verpackungsformen enthaltend Füllgut (Gebinde), wobei die Verpackungsformen aus Verbundfolie enthaltend Barriereschichten auf Basis von Polyvinylalkoholen bestehen. Füllgut sind oxidationsempfindliche Polymere sowie gegebenenfalls Schutzgas. Ebenso beschrieben sind Umverpackungen, die die Gebinde enthalten. Geeignete Polymere sind alle oxidierbaren Homo- und Copolymere, insbesondere Amin-haltige Polymere wie Polymere von Vinyllactamen, Vinylformamid und dessen nach der Polymerisation durch Hydrolyse erhältliches Vinylamin, Vinylimidazolen, Acrylamiden etc. sowie Polyamiden, Polyiminen, Polyethylenaminen und –iminen und Mischungen dieser Polymeren untereinander und/oder weiteren Substanzen. Die verpackten peroxidarmen Polymere eignen sich sehr gut als Hilfsmittel oder Wirkstoff im Bereich Kosmetik, Pharma, Tierfutter, Tiergesundheit, Technik, Pflanzenschutz, Getränketechnologie oder Lebensmitteltechnologie. Ebenfalls beschrieben sind Arzneimittel, die diese Polymere enthalten. Diese oxidationsempfindlichen Polymere wie beispielsweise die Polyvinylpyrrolidone, z.B. Homo- und Copolymere des N-Vinylpyrrolidons, werden üblicherweise nach ihrer Polymerisation durch Sprühtrocknung oder Walzentrocknung oder einer anderen Warmlufttrocknung in rieselfähige Pulver überführt. Bei diesen Prozessen bilden sich durch den intensiven Luftkontakt und die Wärme Spuren von Peroxiden, deren Gehalt im Laufe der darauffolgenden Verpackung und Lagerung noch weiter zunimmt. Diese Neigung zur Peroxidbildung kann etwa bei der Verwendung in pharmazeutischen Zubereitungen Probleme bereiten. Vergleichbare Probleme treten auch bei Polyethern oder Polyamiden auf.
17.12.2009
Verwendung von Verbundfolien als Verpackungsmaterial für und Verfahren zur Verpa- ckung von oxidationsempfindlichen Polymeren sowie Verpackungsformen diese enthal- tend
Beschreibung
Die vorliegende Erfindung betrifft die Verwendung von Verbundfolien auf Basis von Polyvinylalkoholen als Verpackungsmaterial für oxidationsempfindliche Polymere.
Die vorliegende Erfindung betrifft weiterhin Verpackungsformen enthaltend Füllgut
(Gebinde), wobei die Verpackungsformen aus Verbundfolie enthaltend Barriereschich- ten auf Basis von Polyvinylalkoholen bestehen. Füllgut sind oxidationsempfindliche Polymere sowie gegebenenfalls Schutzgas.
Darüberhinaus betrifft die vorliegende Erfindung Umverpackungen, die die Gebinde enthalten.
Viele oxidationsempfindliche Polymere wie beispielsweise die Polyvinylpyrrolidone, z.B. Homo- und Copolymere des N-Vinylpyrrolidons, werden üblicherweise nach ihrer Polymerisation durch Sprühtrocknung oder Walzentrocknung oder einer anderen Warmlufttrocknung in rieselfähige Pulver überführt. Bei diesen Prozessen bilden sich
Polymeren oder Molekulargewichtsveränderungen.
In den gültigen Pharmakopöen, z.B. Ph. Eur. 6 und JP XIV, ist beispielsweise der Pe- roxidgehalt für diese Polyvinylpyrrolidone auf maximal 400 ppm limitiert. Durch Trock- nung unter Luftausschluss, Lagerung bei tiefen Temperaturen oder die hermetisch
dichte Verpackung unter Vakuum oder einem Inertgas kann zwar die Kinetik der Pero- xidbildung verlangsamt, nicht aber verhindert werden. Ferner sind diese Verfahren mit einem sehr hohen Aufwand verbunden, so dass die Akzeptanz durch die Verwender gering ist.
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Bisher wurde häufig versucht, die oxidationsempfindlichen Polymere chemisch gegen die Peroxidbildung zu stabilisieren.
Die Verwendung von Antioxidantien wie beispielsweise phenolischen Antioxidantien, Ascorbinsäure, Ethoxyquin, Butylhydroxytoluol, Butylhydroxyanisol, Tocopherol oder
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Nordihydroguajaretsäure (NDGA) zur Verhinderung von unerwünschten oxidativen Prozessen ist allgemein bekannt. Ebenso ist bekannt, dass phenolische Antioxidantien
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durch den intensiven Luftkontakt und die Wärme Spuren von Peroxiden, deren Gehalt im Laufe der darauffolgenden Verpackung und Lagerung noch weiter zunimmt. Diese Neigung zur Peroxidbildung kann etwa bei der Verwendung in pharmazeutischen Zu- bereitungen Probleme bereiten. Vergleichbare Probleme treten auch bei Polyethern oder Polyamiden auf. Weitere oxidative Effekte sind beispielsweise Verfärbungen der
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sich aufgrund ihrer mangelnden biologischen Abbaubarkeit nur eingeschränkt eignen (vgl. Römpp-Chemie-Lexikon, 9. Auflage, Georg Thieme Verlag, Stuttgart,1992).
Aus der US 6,331,333 ist bekannt, dass Polyvinylpyrrolidone zur Verhinderung der Peroxid-Bildung bei Lagerung in sauerstoffundurchlässigen Verpackun...